Stuhlinkontinenz — Patienteninformation

    Stuhlinkontinenz ist der unwillkürliche Abgang von Gas, flüssigem oder festem Stuhl. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Ursachen sind u. a. Sphinkterverletzungen (häufig nach Geburten oder anorektalen Operationen), Nervenschädigung, chronischer Durchfall oder Beckenbodendysfunktion. Viele Patienten profitieren von einer strukturierten Therapie.

    Symptome und Auswirkungen

    • Unfähigkeit, Gase zu kontrollieren
    • Abgang von flüssigem oder festem Stuhl
    • Plötzlicher Stuhldrang ohne ausreichende Vorwarnung
    • Vermeidung sozialer Aktivitäten wegen der Beschwerden

    Abklärung

    Die Abklärung umfasst eine ausführliche Anamnese, anorektale Untersuchung und bei Bedarf weitere Tests wie anorektale Manometrie, Endosonographie und Beckenbodendiagnostik.

    Behandlungsoptionen

    Konservativ: Ernährungsanpassung, Stuhlregulation, Beckenboden-Physiotherapie und Medikamente zur Beeinflussung der Stuhlkonsistenz. Bei ausgewählten Patienten kommen Sphinkterrekonstruktion, Neuromodulation oder andere operative Verfahren in Betracht.

    Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information

    Die Inhalte sind keine Diagnose- oder Behandlungsempfehlung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beurteilung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. Im Notfall 112 oder die nächste Notaufnahme.

    Häufig gestellte Fragen

    Ist Stuhlinkontinenz eine normale Alterserscheinung?
    Sie tritt im Alter häufiger auf, ist aber keine normale oder unbehandelbare Erscheinung. Viele Patienten profitieren von einer gezielten Therapie.
    Ist Stuhlinkontinenz im Alter normal?
    Sie tritt im Alter häufiger auf, ist aber nicht normal. Viele Ursachen sind mit Beckenbodentherapie, Ernährungsumstellung, Biofeedback oder selektiv chirurgisch behandelbar.

    Verwandte Themen