Analfissur — Patienteninformation

    Eine Analfissur ist ein kleiner Einriss in der Schleimhaut des unteren Analkanals. Typisch sind stechende Schmerzen während und nach dem Stuhlgang sowie kleine Mengen hellroten Blutes. Akute Fissuren heilen häufig unter konservativer Therapie; chronische Verläufe können zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen.

    Typische Symptome

    • Stechende, „messerartige“ Schmerzen während und nach dem Stuhlgang
    • Geringe Mengen hellroten Blutes auf dem Toilettenpapier
    • Anhaltender Spasmus des inneren Schließmuskels
    • Brennen oder Juckreiz zwischen den Stuhlgängen

    Akute vs. chronische Fissur

    Eine akute Fissur ist frisch und oberflächlich. Bestehen die Beschwerden über mehrere Wochen, spricht man von einer chronischen Fissur — oft mit Vorpostenfalte, hypertropher Analpapille oder sichtbaren Schließmuskelfasern. Die Unterscheidung beeinflusst die Therapie.

    Behandlungsmöglichkeiten

    Konservativ stehen ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, warme Sitzbäder und sphinkterrelaxierende topische Präparate (z. B. Diltiazem- oder Nitratsalben) im Vordergrund. Bei chronischen oder therapierefraktären Fissuren können weitere medikamentöse oder operative Optionen — individuell ausgewählt — sinnvoll sein.

    Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information

    Die Inhalte sind keine Diagnose- oder Behandlungsempfehlung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beurteilung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. Im Notfall 112 oder die nächste Notaufnahme.

    Häufig gestellte Fragen

    Heilt eine Analfissur von selbst?
    Viele akute Fissuren heilen innerhalb weniger Wochen unter konservativer Therapie. Beschwerden, die länger anhalten, sollten ärztlich abgeklärt werden.
    Ist eine Operation immer notwendig?
    Nein. Eine operative Therapie wird in der Regel erst bei chronischen Verläufen erwogen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen.

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