Analfistel — Patienteninformation

    Eine Analfistel ist ein pathologischer Gang zwischen dem Analkanal und der perianalen Haut, häufig als Folge eines abgelaufenen perianalen Abszesses. Typisch sind anhaltende oder wiederkehrende Sekretion sowie wiederkehrende Schwellungen. In der Regel ist eine chirurgische Behandlung erforderlich.

    Symptome

    • Anhaltende oder intermittierende Sekretion im Analbereich
    • Wiederkehrende Schwellung, Rötung oder Schmerzen
    • Sichtbare äußere Öffnung auf der perianalen Haut
    • Gelegentlich Blutungen oder Reizungen

    Zusammenhang mit perianalem Abszess

    Viele Analfisteln entstehen nach drainierten oder spontan perforierten perianalen Abszessen. Nicht jeder Abszess geht in eine Fistel über, doch ein relevanter Anteil der Patienten entwickelt sekundär eine Fistel.

    Behandlungsoptionen

    Die Therapie richtet sich nach dem Fisteltyp und der Beteiligung des Schließmuskels (z. B. interspinkter, transspinkter, supraspinkter). Optionen umfassen klassische chirurgische Verfahren (Fistulotomie/Fistulektomie), Seton-Drainagen sowie sphinktererhaltende Techniken wie laserunterstützter Fistelverschluss (FiLaC). Auswahl und Reihenfolge richten sich nach Untersuchung und Bildgebung (z. B. MRT).

    Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information

    Die Inhalte sind keine Diagnose- oder Behandlungsempfehlung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beurteilung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. Im Notfall 112 oder die nächste Notaufnahme.

    Häufig gestellte Fragen

    Kann eine Analfistel ohne Operation ausheilen?
    Etablierte Fisteln schließen sich nur selten dauerhaft ohne Eingriff; in der Regel ist eine chirurgische Behandlung erforderlich.
    Was ist ein Seton?
    Ein Seton ist ein Faden, der durch den Fistelgang gelegt wird, um eine kontrollierte Drainage zu ermöglichen und die Schließmuskelfunktion zu schützen. Er kann lockernd oder schneidend eingesetzt werden.

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