Rektovaginale Fistel — Patienteninformation

    Eine rektovaginale Fistel ist eine abnorme Verbindung zwischen Rektum und Vagina, durch die Stuhl oder Gas in die Vagina übertreten können. Ursachen sind u. a. Geburtsverletzungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, vorangegangene Operationen, Infektionen oder Bestrahlung. Die Behandlung ist meist operativ und richtet sich nach Ursache und Anatomie.

    Symptome

    • Abgang von Gas oder Stuhl über die Vagina
    • Wiederkehrende vaginale oder Harnwegsinfekte
    • Vaginale Reizung oder Ausfluss
    • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr

    Diagnostik

    Diagnose durch Anamnese und Untersuchung von Rektum und Vagina. Bildgebung (z. B. MRT) oder eine Untersuchung in Narkose können erforderlich sein, um den Verlauf darzustellen.

    Behandlungsoptionen

    Die Therapie ist individuell. Kleine, reizlose Fisteln können zunächst beobachtet werden; persistierende oder symptomatische Fisteln werden in der Regel operiert. Die Technik richtet sich nach Lokalisation, Größe und Ursache.

    Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information

    Die Inhalte sind keine Diagnose- oder Behandlungsempfehlung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beurteilung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. Im Notfall 112 oder die nächste Notaufnahme.

    Häufig gestellte Fragen

    Kann eine rektovaginale Fistel von selbst heilen?
    Eine spontane Heilung ist selten. Die meisten symptomatischen Fisteln erfordern eine operative Versorgung.
    Wie wird eine rektovaginale Fistel diagnostiziert?
    Die Diagnose stützt sich auf Anamnese, gynäkologische und proktologische Untersuchung sowie bei Bedarf auf MRT oder endoanalen Ultraschall zur Darstellung des Fistelgangs.

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